Baden & Duschen mit Psoriasis

Autor*in: Lynn Grünhagen

Stand: 30. April 2025

washing hair

Die richtige Hautpflege spielt bei Schuppenflechte eine wichtige Rolle. Wasser und Reinigungsprodukte können die Haut entweder unterstützen oder zusätzlich reizen – je nachdem, wie sie angewendet werden.

Wie oft sollte man duschen? Welche Temperatur ist ideal? Und welche Produkte sind besonders hautfreundlich? Hier erfährst du, worauf es bei der täglichen Körperpflege wirklich ankommt.

Wie oft sollte man mit Schuppenflechte duschen?

Tägliches Duschen kann die Haut austrocknen und wird daher nicht empfohlen. Doch es gibt Situationen, in denen es notwendig ist – etwa nach dem Sport, wenn Schweiß und Verunreinigungen die Haut zusätzlich belasten können.

Die Faustregel: Dusche nur so oft, wie es wirklich nötig ist, um deine Haut nicht unnötig zu strapazieren.

Darauf solltest du beim Duschen achten:

  • Kurze Duschzeiten: Weniger als fünf Minuten sind optimal, um die Haut nicht auszutrocknen.
  • Lauwarmes Wasser: Heißes Wasser kann die Haut reizen und die Symptome verschlimmern.
  • Sanfte Reinigung: Die Hände reichen aus – raue Schwämme oder starkes Reiben können die Hautbarriere schädigen. Falls du nicht auf Hilfsmittel verzichten möchtest, nutze weiche Materialien und übe keinen Druck aus.

Baden bei Schuppenflechte: Was du beachten solltest

Ein Bad kann entspannend sein – solange die Haut nicht zusätzlich strapaziert wird.

  • Maximal 15 Minuten baden, um Austrocknung zu vermeiden.
  • Wassertemperatur unter 38 Grad Celsius halten.
  • Schaumbäder meiden: Sie enthalten oft aggressive Tenside, die der Haut Feuchtigkeit entziehen.
  • Ölbäder bevorzugen: Sie wirken rückfettend und helfen, die Haut geschmeidig zu halten.
  • Salzbäder als Alternative: Sie unterstützen das Abschuppen, wirken leicht desinfizierend und fördern die Wundheilung.

Mit diesen Maßnahmen kannst du dir auch mit Schuppenflechte ab und zu ein Bad gönnen, ohne deine Haut unnötig zu belasten.

Welche Duschprodukte sind geeignet?

Viele herkömmliche Duschgels enthalten aggressive Inhaltsstoffe, die die Haut austrocknen. Deshalb sind milde, hautfreundliche Alternativen die bessere Wahl.

  • Syndets („seifenfreie Reinigung“) sind besonders hautschonend: Sie sind pH-neutral, greifen den natürlichen Säureschutzmantel nicht an und reinigen sanft.
  • Duschcremes statt schäumender Duschgele: Produkte mit wenig oder gar keinem Schaum enthalten oft mildere Inhaltsstoffe.
  • Auf Parfüm verzichten: Duftstoffe können empfindliche Haut zusätzlich reizen und Juckreiz verstärken.

Milde Duschprodukte schäumen oft weniger – das bedeutet jedoch nicht, dass sie weniger reinigen.

Nach dem Duschen oder Baden: So schützt du deine Haut

  • Sanft abtrocknen: Statt die Haut zu rubbeln, vorsichtig mit einem weichen Handtuch abtupfen.
  • Feuchtigkeit bewahren: Direkt nach dem Duschen eine geeignete Pflege auftragen, um die Haut zu hydrieren und ihre natürliche Schutzbarriere zu stärken.
Lynn Grünhagen

Über Lynn Grünhagen

Lynn Grünhagen, Medienwissenschaftlerin (B.A., Universität Groningen) und erfahrene Texterin, bereitet komplexe medizinische Themen verständlich und lesenswert auf.

Faktencheck

Dieser Beitrag wurde von Jan Schwichtenberg geprüft und basiert auf verlässlichen, wissenschaftlich fundierten Quellen. Unsere Inhalte sind nach bestem Wissen sorgfältig recherchiert und entsprechen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dem aktuellen Stand der Medizin. Da sich medizinisches Wissen stetig weiterentwickelt, kann es sein, dass sich einzelne Informationen im Laufe der Zeit verändern.

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